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Roman von Muhlis Karaca

Lost Heimatland

In Istanbul ist er der Junge mit dem komischen bayerischen Nachnamen. In Bayern war er noch nie.

Als Taschenbuch für 13,99 Euro und als E-Book für 4,99 Euro, jeweils inklusive Mehrwertsteuer.

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Buchcover Lost Heimatland, ein weißer Pfau auf einem Weg, dahinter Istanbuler Minarette und die Türme der Frauenkirche

Das Buch

Der Junge mit dem komischen bayerischen Nachnamen

Von Muhlis Karaca, geboren in Garmisch-Partenkirchen, Jahre als TV-Regisseur. Sein erster Roman.

Sebastian „Sebo“ Gschwendtner wächst in Istanbul auf. In Bayern wäre er der Deutsche, nur kennt er Bayern nicht, er war noch nie dort.

Dann klaut er einem Polizisten die Mütze, rennt durch halb Istanbul, und sein Vater entscheidet: Sebo braucht Abstand. Erster Flug, erstes Mal in dem Land, dessen Pass er besitzt und dessen Sprache er spricht. Ziel ist Graswang in Oberbayern, zu einem Großvater namens Gustl, den er nie kennengelernt hat.

Dazwischen: ein weißer Pfau auf einem bayerischen Hof, ein Dorf, das es gut meint, und eine Antwort, die keiner Seite gefällt: beides, und gar nichts.

Taschenbuch 13,99 €

260 Seiten, versandkostenfrei, in drei bis fünf Tagen da

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Eckdaten zum Buch

TaschenbuchE-Book
Preis13,99 Euro4,99 Euro
Umfang260 Seiten243 Seiten
ISBN978-3-695-67283-7978-3-695-66330-9
Erschienen26. Juli 202612. Juli 2026
AusführungKlebebindung, 20,5 x 13,5 cmEPUB, ohne Kopierschutz

Beide Ausgaben auf Deutsch, empfohlen ab 14 Jahren, Vertrieb über tolino media. Jede Buchhandlung kann das Taschenbuch unter der ISBN 978-3-695-67283-7 besorgen.

Leseprobe

Die ersten Seiten

Lies rein, bevor du dich entscheidest.

Die Stadt brodelte. Ein orkanartiges Stimmengewirr durchzog Istanbul, untermalt vom ständigen Dröhnen der Motoren und schrillen Hupkonzerten. Fähren schoben sich träge über den Bosporus, während Tausende Menschen ihrem Alltag nachgingen – hastig, laut, manche ziellos. Der Geruch von salziger Meeresluft vermischte sich mit Gewürzen und Abgasen. Obwohl es erst Mai war, brannte die Sonne gleißend auf die Straßen, ließ den Asphalt flimmern und die Hitze zwischen den Häuserschluchten stehen.

Und dann waren da noch die Fans. Fußballanhänger in rot-gelben Trikots – größere und kleinere Gruppen. Einige sangen mit heiseren Stimmen Schlachtgesänge, andere blickten wild umher, als warteten sie nur auf eine Gelegenheit, aus ihrem Marsch einen Kampf zu machen. Ihre Gesichter glänzten im Sonnenlicht, verschwitzt, aufgeheizt. Zwischen ihnen und den hupenden Autos stockte der Verkehr. Niemand kam voran. Eine Kakophonie aus Schimpfen, Rufen und überhitzten Motoren lag in der Luft.

Ein Taxi stand festgeklemmt zwischen Bussen und hupenden Kleinwagen. Der Fahrer trommelte mit den Fingern aufs Lenkrad, ein nervöses Stakkato im Rhythmus des Chaos draußen. Ein Fahrgast führte ein Telefonat, das ihm sichtlich zusetzte – gelockerte Krawatte, feuchte Stirn.

„Ich habe keine Ahnung, wie lange es noch dauert.“ Seine Stimme klang gereizt, die Worte abgehackt. Er beugte sich vor, musterte die Menschenmengen, die Hände am Fenster zu Fäusten geballt.

„Was ist da vorne eigentlich los? Wieso geht’s nicht weiter?“

Der Taxifahrer zuckte mit den Schultern, sein Blick müde von den Jahren im Istanbuler Verkehr.

„Fans blockieren wieder mal die Straße. Vielleicht ist es auch eine Demo. Wie immer eigentlich.“ Eine Spur von Gleichgültigkeit schwang in seiner Stimme mit, die Routine eines Mannes, der tägliche Ausnahmezustände als Normalität akzeptiert hatte.

Plötzlich flitzte eine Gestalt vor dem Taxi vorbei – ein Junge, höchstens siebzehn. Schweiß glänzte auf seiner Stirn, sein Fenerbahçe-Trikot klebte an seinem Körper, die Farben verliefen in dunklen Flecken. Seine Augen waren weit aufgerissen, Panik und etwas anderes darin – Entschlossenheit vielleicht.

Zwei Sekunden später folgte eine zweite Gestalt. Ein Polizist, breitschultrig, keuchend, die Hand am Funkgerät. Die Menge teilte sich kurz, als der Junge zwischen den Fans hindurchschlüpfte, geschmeidig wie ein Straßenkater.

„Haben Sie auch gesehen, was der Junge in der Hand hatte?“ fragte der Fahrgast, plötzlich neugierig geworden, den Stau vergessen.

Kampagne

Bilder & Bewegtbild

Die Bildwelt zum Roman, in der Reihenfolge der Geschichte: von Istanbul über den ersten Flug seines Lebens nach Graswang.

Kapitel 01

Istanbul

Wo er Sebo heißt und niemand den Nachnamen aussprechen kann.

Enge Gasse mit Wäscheleine und Katze

Aus dem Roman„Das Viertel war ein Labyrinth – aber meins. Ich wusste, welcher Knick wohin führte, kannte jede Wand, hinter der man kurz verschwinden konnte.“

Verstopfte Istanbuler Straße mit Taxis, Bus und Fußballfans in Rot und Gelb
Istanbul steht
Dunkelblaue Polizeimütze auf Kopfsteinpflaster, eine Katze im Hauseingang
Die Mütze auf dem Pflaster
Sonnenblumenkerne auf einem Brückengeländer
Sonnenblumenkerne auf dem Geländer
Holzdeck einer Bosporus-Fähre mit leeren Teegläsern und Möwen über dem Wasser
Das Fährdeck
Fähre auf ruhigem Wasser bei Sonnenuntergang
Der Bosporus

Wer ihn wie ruft

„Zwei Namen. Ein Junge.“„İki isim. Aynı çocuk.“
„In Istanbul rufen sie mich Sebo.“
„In Graswang bin ich plötzlich der Sebastian.“
„Ich hab nie gefragt, welcher der beiden echt ist. Beide waren’s.“

Kapitel 02

Das Dazwischen

Ein Flug nach München, eine fremde Frau am Ausgang, ein türkisfarbener Citroën. Die Strecke, auf der aus Sebo wieder Sebastian wird.

Wer bin ich eigentlich? Sebastian oder Sebo? Deutscher oder Türke?

Aus dem Roman„In Istanbul roch es nach Meer und gegrilltem Fisch, nach Leben, das sich durch enge Gassen drängt, nach Abgasen und tausend Geschichten auf einmal. Hier riecht es nach… Geduld. Nach Kühen, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als zu kauen und zu schauen, als wüssten sie ein Geheimnis, das sie nicht verraten wollen.“

Graswang

Istanbul

Die Fahrt nach Graswang
Türkisfarbener Citroën 2CV auf einem Feldweg vor einem Dorf und den Bergen
Die Ankunft im Dorf
Çay auf dem Fensterbrett

Was er riecht

„Riech mal Istanbul. Riech mal Graswang.“
„Salziges Meer, Gewürze, Abgase. Möwenschrei über der Bosporus-Brücke.“
„Heu, Holzstaub, eine Kuhglocke irgendwo. Die Zugspitze, wo vorher Minarette waren.“
„Zwei Gerüche, die sich nie gemischt haben. Bis Basti es musste.“
„Heißt: Ihr seid raus, Brüder. Ciao Kakao. Ab nach Hause.“

Kapitel 03

Graswang

Ein Dorf, ein Großvater, ein weißer Pfau. Und die Frage, ob das jetzt Heimat ist.

Weißer Pfau auf einer Wiese vor Bergkette

Aus dem Roman„Sie kam mit dem Fahrrad, setzte sich neben mich und fragte, als wäre es die normalste Frage der Welt: ‚Wurdest du abgeschoben?‘“

Der Hof

Wiesenblüte mit Hummel vor Alpenpanorama
Sommer in Graswang
Wiesengras im Wind
Alpenwiese mit Wildblumen vor Bergkette
Die Wiese hinterm Haus

Das Dorf

Lederball am Wegesrand vor Alpenkette
Der Schulweg
Lederball auf Kopfsteinpflaster in einer Dorfgasse
Der Ball in der Gasse
Die Bank am Wegesrand
Kalksteingipfel mit Weiher im Vordergrund, eine echte Aufnahme aus dem Werdenfelser Land
Das Werdenfelser Land

Die Motive stammen aus der Kampagne und sind mit Künstlicher Intelligenz erzeugt, ausgenommen die Landschaftsaufnahmen aus dem Werdenfelser Land. Keine Illustrationen aus dem Buch.

Die Stimme im Buch

Zwei Gerüche, die sich nie gemischt haben

„Ich habe zwei Namen, aber nur einer wurde je in der Schule aufgerufen. Sebo in Istanbul. Basti bin ich erst, seit ich hier bin. Frag mich, welcher von beiden mehr Heimweh nach Fischbrötchen hat. Antwort: beide gleichzeitig.“

Sebo, der Junge im Roman

Falls dein Buch noch nie nach zwei Ländern gleichzeitig gerochen hat: hier ist deins. Salzwasser und Gewürze auf der einen Seite. Heu und Kuhglocken auf der anderen. Und mittendrin ein Junge, der beides gleichzeitig vermisst.

Heimat ist kein Ort. Sie ist das Gefühl, endlich angekommen zu sein.

Leseexemplare

Zwanzig E-Books, die ich verschenke

Ein Debüt hat keine Stimmen, bis jemand es liest. Wenn du zwischen zwei Orten aufgewachsen bist, oder einfach wissen willst, wie sich das anfühlt: Ich schicke dir den Roman als E-Book. Kostenlos, direkt per Mail, EPUB ohne Kopierschutz.

Und dann würde mich interessieren, was du davon hältst. Ehrlich, auch wenn du es nicht mochtest. Damit kann ich mehr anfangen als mit einem netten Satz.

Deine Mailadresse brauche ich nur, um dir das Buch zu schicken. Danach ist sie weg, kein Newsletter. Datenschutz.

Lieber direkt schreiben? info@likafilm.com

Kein Haken

01

Das Formular dauert eine Minute. Vorname genügt, ich frage nichts Persönliches.

02

Ich schicke dir das E-Book per Mail. EPUB, ohne Kopierschutz, läuft auf Reader, Handy und Tablet.

03

Danach würde ich gern hören, wie es war. Ob nur mir, öffentlich irgendwo oder gar nicht, ist ganz deine Sache.

04

Und falls du öffentlich darüber schreibst: erwähn bitte, dass es ein Geschenk war. Das verlangt das Gesetz, und ich finde es auch fairer.

Wo du das Buch bekommst

Taschenbuch ISBN 978-3-695-67283-7 E-Book ISBN 978-3-695-66330-9

Taschenbuch 13,99 € · E-Book 4,99 €, alle Preise inklusive Mehrwertsteuer. Lieferzeit, Versand und Rückgabe richten sich nach dem Shop, bei dem du bestellst. Schon gelesen? Eine Bewertung dort, wo du das Buch gekauft hast, hilft diesem Roman mehr als jede Anzeige.

Muhlis Karaca im Profil am Strand

Autor

Muhlis Karaca

Geboren 1979 in Garmisch-Partenkirchen, aufgewachsen zwischen bayerischen Weiden und Münchner Großstadtdschungel. Nach einem Praktikum am Münchner Volkstheater unter Christian Stückl und Jahren als TV-Regisseur widmet er sich heute dem selbstständigen Filmemachen und der Literatur. Seine Geschichten bewegen sich zwischen melancholischer Ironie und poetischer Direktheit, über Menschen am Rand, Flucht und Ankunft. „Lost Heimatland“ ist sein erster Roman, an „Madame Hayati“ arbeitet er bereits.

Zur Seite des Autors

Fragen

Häufige Fragen

Worum geht es in Lost Heimatland?

Um Sebo, aufgewachsen in Istanbul, mit einem bayerischen Nachnamen, den dort niemand aussprechen kann. Nach einer Dummheit schickt ihn sein Vater nach Graswang in Oberbayern, zu einem Großvater, den er nie gesehen hat. Ein Sommer zwischen zwei Ländern, zwei Sprachen und zwei Familien, die sich nie kennengelernt haben.

Für wen ist das Buch?

Für alle, die zwischen zwei Orten, zwei Sprachen oder zwei Familien aufgewachsen sind. Und für alle, die wissen wollen, wie sich das anfühlt, ohne dass es zur Sozialstudie wird.

In welcher Sprache ist der Roman?

Auf Deutsch. Einzelne türkische Sätze stehen im Text, wo sie hingehören, und erklären sich aus der Szene.

Warum heißt er mal Sebo und mal Basti?

Weil beides er ist. Er heißt Sebastian „Sebo“ Gschwendtner, und Sebo ist der Name, den er sein ganzes Leben trägt. Basti wird er erst in Graswang, in den ersten Tagen. Der Roman entscheidet sich absichtlich nicht für einen der beiden, genauso wenig wie sein Held.

Wo kann ich das Buch kaufen?

Das Taschenbuch bestellst du über jede Buchhandlung, online oder um die Ecke, unter der ISBN 978-3-695-67283-7. Das E-Book hat eine eigene Nummer, 978-3-695-66330-9, und gibt es für 4,99 Euro bei Hugendubel und im gesamten tolino-Netzwerk. Alle Wege stehen im Abschnitt Wo du das Buch bekommst.

Gibt es das Buch auch gedruckt?

Ja, seit dem 26. Juli 2026. Das Taschenbuch hat 260 Seiten, kostet 13,99 Euro und trägt die ISBN 978-3-695-67283-7. Jede Buchhandlung kann es unter dieser Nummer besorgen.

Gibt es ein Hörbuch?

Es ist in Arbeit, aber noch nicht erschienen. Sobald es fertig ist, steht es hier auf dieser Seite.

Sind die Bilder auf dieser Seite Illustrationen aus dem Buch?

Nein, der Roman selbst enthält keine Abbildungen. Die Motive hier stammen aus der Kampagne und sind mit Künstlicher Intelligenz erzeugt. Ausgenommen die Landschaftsaufnahmen aus dem Werdenfelser Land und das Autorenportrait, die sind echt.

„Sebastian ‚Sebo‘ Gschwendtner. Türke geblieben. Und vielleicht auch ein bisschen Deutscher geworden.“„Türk kaldı. Biraz da Alman oldu.“